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7.7.2013

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Kostas Zuolis
Der Geruch von Farbe

Kostas

wuchs mit dem

Geruch von Farbe

in seiner Nase auf – sein Vater war ein passionierter Hobbymaler. Diesen Kindheitsgeruch wollte sich

Kostas

erhalten. Und so blieb ihm nichts anderes übrig als zu malen, malen, malen.


So lernte ich ihn kennen: malend. Ich war auf dem Weg zum Farbenladen. Die Farben, die ich kaufen wollte, gab es dort nicht. Doch ich traf

Kostas

, der mit seiner Staffelei und Palette vor dem Eingang stand und malte. Immer in der Nähe von Farben.......

"Meine Reisen haben keine große Auswirkung auf meine Malerei", sagt der lithauische

Künstler

. "Aber ich liebe es, neue Leute kennenzulernen und mich durch diese Kontakte inspirieren zu lassen". Häufige Besuche in Museen und

Kunstgalerien

beeinflussen

Kostas

' künstlerische Arbeit jedoch sehr stark.

Sobald es möglich war, begann

Kostas

damit, außerhalb Lithauens zu reisen – malend, wohin auch immer er ging. Seine

Kunst

wurde in Ausstellungen in den Ländern gezeigt, die er bereiste: Dänemark, Deutschland, Schweden, Polen – und natürlich Lithauen. Veröffentlichungen von

Kostas' Kunst

gab es in Lettland, Litauen und Dänemark.

Es sind diese Reisen in andere Länder und die dort gemachten Lebens- und Arbeitserfahrungen, die

Kostas

als ausschlaggebend für seine künstlerische Laufbahn bezeichnet.

Geboren wurde

Kostas

in dem kleinen Städtchen Priekule. Er verbrachte seine Kindheit auf dem Land in der Nähe Lithauens drittgrößter Stadt Klaipeda – umgeben von den Farben und Gerüchen der Natur, die er so sehr liebte. Dazu mischten sich die Gerüche der Ölfarben seines Vaters, für den er und auch sein Bruder oft Modell sitzen mußten. Und so erbte

Kostas

die Liebe zu Mutter Natur und zur Malerei.

Insbesondere erbte

Kostas

von seinem Vater die Liebe zur

Portraitmalerei

. So, wie er früher selbst für seinen Vater Modell saß, portraitiert

Kostas

heute seine Modelle mit viel Einfühlungsvermögen und Liebe.

Obwohl

Kostas

mit der Malerei aufwuchs und sich sein Talent dafür früh zeigte, erhielt er nie eine formelle Kunstausbildung. Als er in der vierten Klasse war, wollten ihn seine Eltern auf die Churlionis Kunstschule in Vilnius schicken. Doch sie reichten die Bewerbungsunterlagen zu spät ein und so wurde daraus nichts.

Stattdessen ging er dann aufs Polytechnikum und wurde diplomierter Ingenieur. 13 Jahre lang unterrichtete er an einer Berufsschule. Gleichzeitig widmete er sich der

Kunst

, malte und begann zu jener Zeit, sich an Gruppenausstellungen zu beteiligen. Seine Abende verbrachte er damals regelmäßig in den Studios

professioneller

Künstler

, von denen er sich weiter ausbilden lies.

Die Sommermonate waren

Kreativurlaub

en gewidmet. In Malcamps bildete er seine Kunstfertigkeit weiter, wo er wieder in der freien Natur malte. Regelmäßig wurde

Kostas' Kunst

im Anschluß an die Camps auf Ausstellungen gezeigt.

Zwar hat sich

Kostas

an Gruppenarbeiten in Lithauen beteiligt bei dem Projekt "Spiele im Sand", wo am Ostseestrand Sandskulpturen gebaut wurden. Doch um wirklich gut arbeiten zu können, bevorzugt er es, in der Abgeschiedenheit seines Ateliers zu arbeiten oder allein und ungestört in freier Natur.

Kostas Zuolis

ist Mitglied der Lithauischen Volkskunst Vereinigung und Samogitia's Künstlervereinigung.

Die lithauische Regierung verlieh

Kostas Zuolis

den Titel "Schöpfer der

Kunst

", was ihm ein Stück weit soziale Sicherheit einbringt.

"Meine Motivation zu malen ist es, meine Gefühle auszudrücken", sagt

Kostas

. "Für mich ist die Malerei einfach die beste Möglichkeit, dies zu tun. Wenn ich mich über Musik oder Dichtkunst ausdrücken könnte, dann würde ich wahrscheinlich das machen".

Doch die Dichtkunst inspiriert ihn zu seiner Malerei, genauso die Musik. Und die Liebe. Und natürlich die Natur.

Dies alles fließt in seine Bilder ein und strömt wieder aus ihnen heraus, berührt den Betrachter mit einer tiefen Liebe zur Natur, bringt das Poetische der Schöpfung zum Klingen.

Kostas

' Malereien sind Werke von Zartheit und Sanftmut. Der Betrachter fühlt

Kostas

' tiefe Verwurzelung in der Natur, fühlt auch dessen Ehrfurcht vor ihr und etwas davon springt sofort über, wenn man sich in eines seiner Werke vertieft.

So erging es mir augenblicklich bei unserer ersten zufälligen Begegnung.

Kostas

arbeitete auf den Straßen Bergens auf Rügen, wo ich seit einigen Jahren wohne. Auf seiner Staffelei hatte er ein halbfertiges Bild einer Straßenansicht, die mir so sehr vertraut war, daß ich schon lange nicht mehr wirklich hinschaute. Genau dazu lud mich

Kostas

' Arbeit ein: Schau noch mal hin, schau genauer, schau mit anderen Augen. Sieh die Dinge wieder neu.

Genau das ist

Kostas

' großer Verdienst: Seine Fähigkeit, durch seine Malerei uns die Augen zu öffnen für eine neue Wahrnehmung. Und diese Fähigkeit ist

Kunst

.

"Bevor ich anfange zu malen, trinke ich einen Kaffee", erzählt

Kostas

. "Während ich male, vergesse ich alles andere. Manchmal bin ich hinterher mit dem Ergebnis zufrieden, aber das passiert wirklich nicht oft".

Aufgewachsen mit der

Ölmalerei

, die er selbst sein ganzes Leben lang zur Vollendung brachte, fasziniert

Kostas

nun die Technik, in Acryl zu malen. Die

Acrylmalerei

interessiert ihn deshalb, weil sie ihm noch so fremd ist. Abgesehen davon, daß

Kostas

nun Meisterschaft in der

Acrylmalerei

anstrebt, hat er keine konkreten Zukunftspläne.

Kostas

vertraut sich einfach dem Fluß des Lebens an.

Kostas

sieht sich außerstande, ein Lieblingswerk zu benennen, doch fühlt er sich sehr zum Impressionismus hingezogen und hier ganz besonders zu Renoir. "In der

Kunst

kann es nicht nur eine Meinung geben", sagt er. "Was jedoch aller

Kunst

zugrunde liegen sollte, ist, die Gefühle der Menschen zu berühren, und das auf angenehme Weise; die Gefühlslage der Menschen zu verbessern."

Kostas

ist überzeugt: "Wenn ein

Künstler

seine Arbeit mit Ernsthaftigkeit ausführt, wird es immer jemanden geben, der diese Arbeit liebt. Die verschiedenen Stile sind dabei nicht so wichtig. Aber wenn ein

Künstler

seine Hauptaufgabe darin sieht, die Betrachter zu schockieren, dann ist das nicht akzeptabel und auf lange Sicht auch sicher dem Untergang geweiht."

Dieser Meinung

Kostas

' schließe ich mich voll an. Und so habe ich an jenem Tag unserer Begegnung zwar nicht die Farben erhalten, die ich suchte, dafür aber einen wunderbaren

Künstler

gefunden, der mit seinen Werken www.Galerie-Inka.eu bereichert. Ein echter Gewinn! Und dafür bin ich dankbar.

2015/09/26

Text: Claudia Köhler
www.Galerie-Inka.eu
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